Schloss Kirchstetten

7 Zamek Kirchstetten

Der eindrucksvolle Kernbau stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ursprünglich eine vierflügelige Anlage mit Wassergraben, Befestigungsmauern und kleinen Vorwerken, ging das Schloss 1729 in den Besitz des kaiserlichen Leibarztes Matthias von Suttner über. Dieser ließ das Schloss nach Plänen von Joseph Emanuel Fischer von Erlach im barocken Stil umbauen.

Kunsthistorisches Highlight ist der Maulpertsch-Saal, benannt nach Franz Anton Maulpertsch (auch: Maulbertsch), dem Schöpfer des Deckenfreskos „Triumph der Wahrheit über die Zeit“. An den Stirnwänden des Saales finden sich je zwei großformatige Porträts des Rokokomalers Franz Anton Palko. Sie zeigen die Familie Suttner, der auch die berühmte Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner entstammte. Anfang des 20. Jahrhunderts war sie oftmals zu Gast bei ihren Verwandten in Kirchstetten.

Nach 1945 verließ die Familie Suttner das Schloss, welches bis 2015 im Besitz der Familie war. Das Gebäude blieb jahrzehntelang unbewohnt und ungenutzt. Zur NÖ Landesausstellung 1998 wurde es teilweise renoviert und erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nun befindet sich das Schloss im Privatbesitz der Familie Auer-Welsbach und wird für zahlreiche Veranstaltungen geöffnet.


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