
| Wer | Collegium 1704 Collegium Vocale 1704 Václav Luks Dirigent |
| Wo | Reithalle von Schloss Valtice |
| Programm | Marc-Antoine Charpentier (1643–1704) Te Deum, H. 146 François Francœur (1698–1787) Symphonies du Festin royal de monseigneur le comte d’Artois —Pause— Johann Sebastian Bach (1685–1750) Magnificat D-Dur, BWV 243.2 Dress code: Creative Black Tie |

Das Prager Barockorchester und Vokalensemble Collegium 1704 und Collegium Vocale 1704 wurden vom Cembalisten und Dirigenten Václav Luks anlässlich des Projekts Bach – Prag – 2005 gegründet. Im Jahr 2008 wurde die Musikbrücke Prag – Dresden ins Leben gerufen, die 2012 nahtlos in den zweiten Konzertzyklus des Collegium 1704 im Rudolfinum mündete. Im Jahr 2019 wurde die Prager Kammerkonzertreihe des Collegium Vocale 1704 ins Leben gerufen, die seit 2021 im Kulturpalast Vzlet fortgesetzt wird. Das Ensemble tritt auf renommierten Bühnen und Festivals auf und eröffnete im Mai 2021 das internationale Musikfestival Prager Frühling. Bemerkenswert sind seine Opernproduktionen – nach dem Erfolg von Händels Rinaldo folgten Aufführungen von L’olimpiade von J. Mysliveček, Arsilda, regina di Ponto von A. Vivaldi und Händels Alcina unter der Regie von J. Heřman in Koproduktion mit dem Nationaltheater Brno, der Opéra Royal in Versailles und dem Théatre de Caen. Im Jahr 2014 arbeitete das Ensemble mit B. Mehta an der DVD-Aufnahme von Glucks Oper Orfeo ed Euridice unter der Regie von O. Havelka und an der BBC-Dokumentation Mozart in Prag mit R. Villazón zusammen. Das Ensemble wirkte auch an dem historischen Film Il Boemo unter der Regie von P. Václav über das Leben von J. Mysliveček mit. Die Aufnahmen von Collegium 1704 erfreuen sich großer Beliebtheit bei Zuhörern und Musikkritikern. Die bedeutendsten Werke der letzten Jahre sind die erste vollständige tschechische Aufnahme von Händels Messias aus dem Jahr 2019 und eine Dreifach-CD mit der Oper Les Boréades von J. Ph. Rameau. Im Jahr 2025 nahm das Collegium 1704 eine Jubiläumsaufnahme zum 20-jährigen Bestehen auf – die Missa Circumcisionis des Hofkomponisten Jan Dismas Zelenka.

Der Dirigent Václav Luks studierte am Konservatorium in Pilsen, an der Akademie der musischen Künste in Prag und vollendete sein Studium mit einem Abschluss an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz, in dem er sich an die Alte Musik spezialisierte.
Im Jahr 2005 gründete er das Prager Barockorchester Collegium 1704 und das Vokalensemble Collegium Vocale 1704. Seine Aktivitäten spielten eine wichtige Rolle bei der Wiederbelebung des Interesses an den Werken der tschechischen Komponisten Jan Dismas Zelenka und Josef Mysliveček sowie bei der Stärkung der tschechisch-deutschen Kulturbeziehungen durch die Wiederentdeckung der gemeinsamen Musiktraditionen beider Länder. Unter seiner Leitung nahm das Collegium 1704 die Musik für den Dokumentarfilm Zpověď zapomenutého (Die Beichte eines Vergessenen) von Petr Václav sowie für dessen Spielfilm Il Boemo auf, an dem Václav Luks als musikalischer Hauptberater mitwirkte. Bei Opern- und Theateraufführungen arbeitete Václav Luks mit bedeutenden Regisseuren zusammen (W. Decker, U. Herrmann, L. Moaty, D. Radok, J. Heřman, J. A. Pitínský oder O. Havelka) und tritt neben seiner intensiven Tätigkeit mit dem Collegium 1704 auch mit anderen renommierten Orchestern für Alte Musik und moderne Musik auf. Seit 2021 ist er Gastdirigent der Händel & Haydn Society in Boston und war Residenzkünstler der Kammerakademie Potsdam. Bei einem Benefizkonzert für den Wiederaufbau von Notre Dame dirigierte er das Orchestre national de France, und der französische Radiosender France Musique widmete ihm fünf Folgen der Reihe Grands interprètes de la musique classique. Im Juni 2022 wurde ihm für seine bedeutenden kulturellen Verdienste der französische Orden für Kunst und Literatur (Ordre des Arts et des Lettres) verliehen.