
| Wer | Martin Šulc Akkordeon Andrea Šulcová Akkordeon |
| Wo | Jüdischer Zeremoniensaal in Břeclav |
| Programm | Johann Sebastian Bach (1685–1750) Präludium und Fuge Nr. 15 G-Dur, BWV 860 Mieczysław Weinberg (1919–1996) Aria, op. 9 Johann Sebastian Bach (1685–1750) Französische Suite Nr. 5 G-Dur, BWV 816 (Auswahl) Jindřich Feld (1925–2007) Suite für Akkordeon Jiří Laburda (1931–2025) Commedia dell’arte Darja Kukal Moiseeva (1998) Uraufführung „Meditativo für zwei Akkordeons” Dress code: Semi-Formal |
Das Geschwisterpaar Andrea und Martin Šulc führt neugierige Zuhörer durch die Klangwelten des Akkordeons. Die Möglichkeiten des Instruments demonstrieren sie nicht nur mit Werken von J. S. Bach und J. Weinberg, sondern vor allem auch mit Kompositionen der tschechischen Komponisten J. Feld und J. Laburda. Außerdem präsentieren sie die Uraufführung von Meditativo für zwei Akkordeons der zeitgenössischen Komponistin Darja Kukal Moiseeva.

Der Akkordeonist Martin Šulc ist Absolvent des Prager Konservatoriums unter der Leitung von Mgr. Ladislav Horák. Bereits an der Musikschule in Třeboň, wo er bei Lenka Slaninová Unterricht nahm, gewann er zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Akkordeonwettbewerben. Seine Erfolge gipfelten dann an der Prager Konservatorium, wo er Preisträger von Wettbewerben wie dem in Alcobaca in Portugal und einem Videowettbewerb in Neuseeland wurde und auch in den Finalrunden der Wettbewerbe in Shenzhen in China und Castelfidardo in Italien glänzte. Er wurde auch mehrfacher Gewinner der Kategorie „Meister“ beim Nationalen Akkordeonwettbewerb in Dobřany. Er nahm an der Fernseh-Wettbewerbsshow Virtuosos V4+ teil, deren Schirmherrschaft Placido Domingo übernimmt, und wurde Gewinner für die Tschechische Republik. Im Jahr 2023 nahm er auch an einem weltweiten Wettbewerb teil, der von der Vereinigung Societa Umanitaria in Mailand organisiert wurde, wo er es unter die 23 besten Studenten der weltweiten Konservatorien und Universitäten in die Finalrunden schaffte. Diese Erfolge brachten Martin Konzerte bei renommierten internationalen Festivals ein, darunter das Internationale Festival in Český Krumlov, der Tschechische Verein der Tschechischen Philharmonie für Kammermusik (Suk-Saal der Rudolfinum), Kultur im Herzen von Prag, Musikfest in Prag, Junges Prag und andere. Er hatte auch die Möglichkeit, mit den besten Interpreten in Tschechien zu spielen. Er schloss sein Studium am Konservatorium mit einem Akkordeonkonzert von Petr Fiala ab, begleitet vom Symphonieorchester Karlsbad.
Seit Oktober 2024 studiert er an der Hochschule für Musik in Trossingen unter der Leitung von Prof. Hans Maier.

Die Akkordeonistin Andrea Šulcová studiert am Prager Konservatorium unter der Leitung von Professor Ladislav Horák. Sie stammt aus Třeboň, wo sie die Musikschule unter der Leitung von Lenka Slaninová besuchte. Seit ihrer Jugend nahm sie an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teil, bei denen sie eine Reihe von Auszeichnungen erhielt (2. Platz bei einem Wettbewerb in Belgien, 2. Platz bei einem Online-Wettbewerb in Italien, Einzug ins Finale in München, 2. Platz beim internationalen Wettbewerb in Dobřany mit dem Einzug zum internationalen Wettbewerb Trophée Mondiale CMA, Teilnahme am Premio internazionale Fisarmonica). Im Jahr 2018 wurde sie außerdem als Talent der Region Südböhmen ausgezeichnet. Sie tritt regelmäßig bei den Festivals Třeboňská nocturna – pódium mladých (Wittingauer nocturna – Bühne der Jugend) und bei den Třeboňské letní kurzy (Wittingauer Sommerkurse) auf. Zusammen mit dem Akkordeonquartett (Czech Accordion Ensemble) tritt sie bei Konzerten und Festivals im In- und Ausland auf, unter anderem an der Seite der Geiger Jaroslav Svěcený und Václav Hudeček.
Im Jahr 2024 begann sie in der Multimedia-Show „Já, secese“ (Ich, Jugendstil) im Theater Hybernia mitzuwirken, erhielt das Stipendium Dagmar und Václav Havlových VIZE 97 und trat beim Galaball des Bon Art Junior Festes unter der Begleitung des Bon Art Pop Orchesters unter der Leitung von Felix Slováček jr. auf.

Die Preisträgerin der Auszeichnung „Erfolgreichste Komponistin klassischer Musik unter 35 Jahren“, Darja Kukal Moiseeva, absolvierte das Prager Konservatorium und studiert seit 2019 in der Klasse von Jan Dušek an der Musikfakultät der Akademie der musischen Künste in Prag, wo sie ihr Bachelorstudium mit der Komposition Konzert für Trompete und Orchester abschloss, aufgeführt von Walter Hofbauer und der PKF – Prague Philharmonia unter der Leitung von Marián Lejava aufgeführt wurde. Im Jahr 2024 gewann sie den 1. Preis für ihre Komposition Stillness für Klavier, Vibraphon, Klarinette und Violoncello beim internationalen Wettbewerb Leonardo 4 Children Music Awards, ein Jahr zuvor wurde sie im selben Wettbewerb für ihre Komposition Calmness II für Klarinette und Vibraphon ausgezeichnet. Auch beim internationalen Wettbewerb für junge Komponisten GENERACE wurde sie zwei Jahre in Folge ausgezeichnet: zum ersten Mal für das Stück …ash is in the air (2024), zum zweiten Mal für Everything that wasn’t created by a human (2025). Im Rahmen des Festivals Prager Frühling 2024 erhielt Darja die Möglichkeit, an einer Meisterklasse im Rahmen der Offspring Reading Lessons mit dem Klangforum Wien und dem Dirigenten Enno Poppe teilzunehmen.
Im Jahr 2021 gründete Darja ihre eigene Musikschule Darjina Škola hudbou und organisiert bereits im fünften Jahr in Zusammenarbeit mit der Musikschule Horní Slavkov Kompositionsnachmittage für Schüler aus der Region. Sie widmet sich auch der Bearbeitung und dem Arrangieren bestehender Kompositionen für verschiedene Musikensembles (Mucha Trio, Police Symphony Orchestra, Vážný zájem).
Seit 2025 studiert sie im Rahmen des Erasmus+-Programms Komposition an der Kunstuniversität in Graz bei Professorin Annesley Black. Ebenfalls in Österreich nimmt sie Privatunterricht bei Klaus Lang.