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ABSCHLUSS-GALAKONZERT LVMF 2026

17 / 10 / 19.00

Wer Philharmonie Bohuslava Martinů (CZ)
Jiří Habart (CZ) Dirigent
Sandra Hamaoui (FR) Gesang
Wo Reithalle von Schloss Valtice
Programm

Camille Saint-Saëns (1835–1921) Bacchanale (Samson et Dalila, op. 47)

Henri Duparc (1848–1933) L‘invitation au voyage

Charles Gounod (1818–1893) Je veux vivre (Roméo et Juliette, CG 9)

Francis Poulenc (1899–1963) Les Chemins de l’amour, FP 106-Ib

Maurice Ravel (1875–1937) La Valse, M. 72

— Pause —

Georges Bizet (1838–1875) Danse bohème (Carmen Suite Nr. 2)

Maurice Ravel La flûte enchantée (Shéhérazade, M. 41)

Claude Debussy (1862–1918) Nuit d’étoiles, L2. 2

Jules Massenet (1842–1912) Je marche sur tous les chemins… Obéissons (Manon)

Maurice Ravel (1875–1937) Boléro, M. 81

Dress code: Creative Black Tie

62 / 41 / 29 / 21 €

1. Zamecka jizdarna Valtice Cropped

Das Abschlusskonzert des LVMF 2026 lädt seine Zuhörer ein letztes Mal nach Frankreich ein und zeigt ihnen durch die Bohuslav-Martinů-Philharmonie und die Sopranistin Sandra Hamaoui sowohl ihre Leidenschaft in Ravels Bolero oder Danse Bohème aus Bizets Carmen als auch ihre Lyrik in den Arien und Liedern von H. Duparc, Ch. Gounod oder C. Debussy zeigt.

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Bohuslav-Martinů-Philharmonie

Die Ursprünge der Bohuslav-Martinů- Philharmonie reichen bis in die 1920er Jahre zurück, als das Unternehmen Baťa die ersten Impulse zur Gründung eines Symphonieorchesters in Zlín gab. Aus der einstigen Betriebsblaskapelle entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg ein vollwertiger Klangkörper, der am 30. April 1946 unter der Leitung von Rudolf Kvasnica sein Gründungskonzert im Großen Kino gab. Nach Stationen im Haus der Künste (ab 1955) fand das Orchester 2011 im modernen Kongresszentrum Zlín seine feste Spielstätte. Seit 1989 trägt das Ensemble stolz den Namen des bedeutenden tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů.
Das künstlerische Profil der Philharmonie besticht durch außergewöhnliche Vielseitigkeit: Neben dem großen symphonischen Kernrepertoire widmet sich das Orchester mit gleicher Leidenschaft an der Schnittstelle zu Jazz, Rock, Chanson und Pop. Mit fünf festen Abonnementsreihen ist die Philharmonie fest in der Region verwurzelt und strahlt durch internationale Tourneen weit darüber hinaus. Ihre Reisen führten sie durch Europa, die USA und Südkorea bis nach Indien – ein historisches Gastspiel (57 Jahre nach dem letzten Auftritt eines tschechischen Orchesters in diesem Land), das die internationale Wertschätzung des Ensembles unterstreicht.
Als bedeutender Kulturträger veranstaltet die Philharmonie zudem die Festivals Harmonia Moraviae und Talentinum. Ein besonderes Anliegen ist dem Orchester die Förderung junger Talente sowie die musikalische Bildungsarbeit. Zahlreiche Aufnahmen und die Zusammenarbeit mit Rundfunk und Fernsehen dokumentieren den hohen künstlerischen Rang der Philharmonie.

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Jiří Habart

Der aus Frýdek-Místek stammende Jiří Habart gehört zur jüngsten Generation tschechischer Dirigenten. Er begann seine musikalische Laufbahn als Geiger an der Musikschule Litomyšl und besuchte anschließend das Konservatorium P. J. Vejvanovského in Kroměříž (in der Klasse von Karel Janeček). Er studierte Dirigieren an der Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst (JAMU) in Brno unter der Leitung von Jakub Klecker und Tomáš Hanus; zudem studierte er Chorleitung bei Blanka Juhaňáková. Meisterkurse bei renommierten Dirigenten wie Tomáš Netopil, Kirk Trevor, Zsolt Nagy und Mark Stringer ergänzten seine Ausbildung.
Im Jahr 2023 feierte er bedeutende internationale Erfolge: Er belegte den 5. Platz beim Zoltán-Kodály-Dirigentenwettbewerb im ungarischen Debrecen, wo er zusätzlich mit Sonderpreisen der Ungarischen Staatsoper sowie des Budafoki Dohnányi Orchesters ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr erreichte er das Finale des renommierten Donatella Flick LSO Conducting Competition in London. Bereits 2014 war er Stipendiat der Bayreuther Festspiele.
Jiří Habart arbeitete bereits mit namhaften Klangkörpern wie dem London Symphony Orchestra, dem NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg, der PKF – Prague Philharmonia sowie den Brünner Philharmonikern zusammen und gastierte bei zahlreichen internationalen Festivals.
Seit der Saison 2019/2020 ist er als Dirigent am Mährisch-Schlesischen Nationaltheater in Ostrava engagiert. Unter seiner musikalischen Leitung entstanden dort beachtenswerte Inszenierungen von Werken wie Monteverdis Il ballo delle ingrate, Purcells Dido and Aeneas, Smetanas Die Brandenburger in Böhmen sowie Rossinis Il barbiere di Siviglia.

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Sandra Hamaoui

Die französische Sopranistin Sandra Hamaoui wird für ihre homogene, flexible Stimme mit samtigem Timbre sowie für ihre außergewöhnliche Ausdruckskraft geschätzt. Kritiker beschreiben sie als feinsinnige Künstlerin, die technisches Können und musikalische Intelligenz mit der Gabe verbindet, das Publikum unmittelbar in ihren Bann zu ziehen.
In den vergangenen Spielzeiten war sie festes Mitglied des Ensembles am Opernhaus Zürich. Dort gestaltete sie zentrale Partien wie Gilda (Rigoletto), Susanna (Le nozze di Figaro), Constance in einer Neuproduktion von Dialogues des Carmélites sowie Nanetta (Falstaff) unter der Leitung von Gianandrea Noseda. Zudem feierte sie Erfolge als Gretel (Hänsel und Gretel) in der Regie von Robert Carsen sowie als Sophie (Werther) und Lisette (La Rondine). Allein im letzten Jahr gastierte sie an der Wiener Staatsoper, dem Teatro di San Carlo in Neapel sowie bei den Festivals in Gstaad und Baden-Baden.
Zu ihren weiteren Highlights zählen die Rolle der Leïla in Les pêcheurs de perles am Théâtre des Champs-Élysées und die Titelrolle in Roméo et Juliette in Zusammenarbeit mit dem Orchestre de Chambre de Genève.
Auf der Bühne besticht Sandra Hamaoui durch ihre natürliche Wandlungsfähigkeit – vom intimen Liederabend bis zur großen Opernbühne. Dank ihrer Mehrsprachigkeit (Französisch, Italienisch, Spanisch, Englisch) gilt sie als besonders authentische Interpretin. Inspiration für ihr künstlerisches Schaffen findet sie zudem in der zeitgenössischen bildenden Kunst und im Design.

Weitere Konzerte