{"id":13465,"date":"2021-08-30T21:14:54","date_gmt":"2021-08-30T19:14:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lvhf.cz\/?page_id=13465"},"modified":"2023-07-14T10:26:45","modified_gmt":"2023-07-14T08:26:45","slug":"program-koncertu-jakub-jozef-orlinski-ensemble-matheus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lvhf.cz\/de\/program-koncertu-jakub-jozef-orlinski-ensemble-matheus\/","title":{"rendered":"Konzertprogramm | Jakub J\u00f3zef Orli\u0144ski &#038; Ensemble Matheus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/01_matheus_textyEN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Texte zu den vokal-instrumentalen Kompositionen zum Herunterladen (in English)<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/onlinemerker.com\/jakub-jozef-orlinski-die-menschen-haben-exotische-vorstellungen-von-countertenoeren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview mit Jakub J\u00f3zef Orli\u0144ski<\/a><br>\n&nbsp;<\/p>\n<h2>Konzertprogramm<\/h2>\n<p>&nbsp;<br>\n<strong>Antonio Vivaldi<\/strong> (1678\u20131741)<br>\nL\u2018Olimpiade RV 725, Vorspiel zur Oper<br>\nI. Allegro<br>\nII. Andante<br>\nIII. Allegro<br>\n<br>\nArie der Anastasia aus dem 2. Akt der Oper Il Giustino RV 717 <em>\u201eSento in seno ch\u2018in pioggia di lagrime\u201c<\/em> (Ich f\u00fchle, wie meine Brust in einem Tr\u00e4nenregen ist)<br>\n<br>\nArie der Licidas aus dem 1. Akt der Oper L\u2018Olimpiade RV 725 <em>\u201eMentre dormi amor fomenti\u201c<\/em> (W\u00e4hrend Du schl\u00e4fst, sch\u00fcrst Du Liebe)<br>\n<br>\nKammer-Konzert D-Dur RV 93<br>\nI. [No tempo]<br>\nII. Largo<br>\nIII. Allegro<br>\n<br>\nKantate RV 684 <em>\u201eCessate, omai cessate\u201c<\/em> (H\u00f6rt auf, h\u00f6rt schon auf)<br>\n<br>\n\u2013 Pause \u2013<br>\n<br>\nFarnace RV 711, Vorspiel zur Oper<br>\n<br>\nArie des Osmino aus dem 2. Akt der Oper La fida ninfa (Die treue Nymphe) RV 714<em> \u201eQual serpe tortuosa\u201c<\/em> (Was f\u00fcr eine hinterlistige Schlange)<br>\n<br>\nArie der Anastasia aus dem 1. Akt der Oper Il Giustino RV 717 <em>\u201eVedr\u00f2 con mio diletto\u201c<\/em> (Ich werde meinen Geliebten sehen)<br>\n<br>\nKonzert f\u00fcr zwei Violinen D-Dur RV 513<br>\nI. Allegro molto<br>\nII. Andante<br>\nIII. Allegro<br>\n<br>\nArie des Perseus aus dem 2. Akt der Oper Andromeda liberata (Befreite Andromeda) RV Anh. 117 <em>\u201eSovente il sole\u201c <\/em>(Oft scheint die Sonne)<br>\n<br>\nArie der Licidas aus dem 1. Akt der Oper L\u2018Olimpiade RV 725 <em>\u201eGemo in punto e fremo\u201c<\/em> (Still klage ich hier und jetzt)<br>\n&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ensemble Matheus<\/strong><br>\n<strong>Jean-Christophe Spinosi<\/strong>, Dirigent &#038; Barockvioline<br>\n<strong>Laurence Paugam<\/strong>, Konzertmeister &#038; Barockvioline<br>\nPetr R\u016f\u017ei\u010dka, S\u00e9bastien Bouveron &#038; Philippe Huynh, 1. Violine<br>\nFran\u00e7oise Spinosi, Faustine Tremblay, H\u00e9l\u00e8ne Decoin &#038; Veronika Sva\u010dinov\u00e1, 2. Violine<br>\nMarco Massera &#038; Laurence Tricarri, Viola<br>\nClaire-Lise Demettre &#038; Anne-Charlotte Dupas, Violoncello<br>\nNathana\u00ebl Malnoury, Kontrabass<br>\nSt\u00e9phane Fuget, Cembalo<br>\n<br>\n<strong>Jakub J\u00f3zef Orli\u0144ski<\/strong>, Countertenor<br>\n<strong>Anna Schivazappa<\/strong>, Mandoline<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Ensemble Matheus<\/h2>\n<p>&nbsp;<br>\nWien, Paris, London, Moskau, Salzburg, Madrid, New York, Buenos Aires oder ein Konzert zum 150. Jahrestag der \u00d6ffnung des Suezkanals in Kairo. Das Ensemble Matheus hinterl\u00e4sst regelm\u00e4\u00dfig seine k\u00fcnstlerische Spur auf den bedeutendsten B\u00fchnen der Welt. Das Ensemble aus der Bretagne, das im Jahr 2021 sein 30j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feiert, hat sich nicht nur eine starke Verbindung zu den emblematischen franz\u00f6sischen Opern- und Konzerth\u00e4usern aufgebaut \u2013 Th\u00e9\u00e2tre du Ch\u00e2telet (Ensemble in Residence seit 2007), Th\u00e9\u00e2tre des Champs-Elys\u00e9es in Paris, K\u00f6nigliche Oper Ch\u00e2teau de Versailles oder Les Grands Concerts de Lyon \u2013 sondern gastiert auch regelm\u00e4\u00dfig auf vielen renommierten Podien im Ausland (Carnegie Hall in New York, Konzerthaus in Wien, Wigmore Hall in London, BBC Proms, Salzburger Festspiele, Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom u.a.). Un\u00fcbersehbar ist die Zusammenarbeit mit dem italienischen Opernstar Cecilia Bartoli, die 2018 in einer gemeinsamen Aufnahme von Vivaldi-Arien beim Decca Verlag m\u00fcndete. Vivaldi geh\u00f6rt auch ansonsten quasi zu den Hofkomponisten des Ensembles: eine Aufnahme der Oper<em> Orlando furioso<\/em> aus dem Jahr 2005 f\u00fcr den Verlag Na\u00efve wurde eine vollendete Sensation. Seitdem gab das Ensemble beim selben Label im Rahmen des Projekts <em>Vivaldi Edition<\/em> weitere drei Vivaldi Opern heraus: <em>La fida ninfa<\/em>, <em>Griselda<\/em> und <em>La verit\u00e0 in cimento<\/em>. F\u00fcr die Olympischen Spiele 2024 in Paris wird das Vivaldi-Projekt L\u2018Olimpiade vorbereitet, das die Welt der Musik und des Sports verbinden soll. Das Ensemble Matheus bekennt sich stolz zu seiner bretonischen Herkunft. Sie geben dort regelm\u00e4\u00dfig Konzerte (Erw\u00e4hnt sei zum Beispiel das erfolgreiche Projekt Opera in der Region) und widmen sich mit gro\u00dfer Aufmerksamkeit edukativen Programmen. Sie werden unterst\u00fctzt vom Conseil r\u00e9gional de Bretagne, dem Conseil g\u00e9n\u00e9ral du Finist\u00e8re, der Stadt Brest und dem bretonischen Ministerium f\u00fcr Kultur und Kommunikation \u2013 DRAC de Bretagne.<br>\n&nbsp;<\/p>\n<h2>Jean-Christophe Spinosi<\/h2>\n<p>&nbsp;<br>\nModern, k\u00fcnstlerisch mutig, zutiefst menschlich, bewegt sich elegant in der Musik von Barock bis zur Gegenwart, so l\u00e4sst sich der Dirigent Jean-Christophe Spinosi charakterisieren, Gr\u00fcnder und k\u00fcnstlerische Leiter des Ensemble Matheus. Neben diesem Klangk\u00f6rper ist er auch regelm\u00e4\u00dfiger Gast am Th\u00e9\u00e2tre du Ch\u00e2telet, Th\u00e9\u00e2tre des Champs-Elys\u00e9es, an der Pariser Nationaloper, der K\u00f6niglichen Oper Ch\u00e2teau de Versailles, der Wiener Staatsoper, am Theater an der Wien, bei den Salzburger Festspielen, im Gran Teatre del Liceu in Barcelona, im Teatro Col\u00f3n in Buenos Aires und vielen weiteren. Unter anderem arbeitete er mit den Berliner und dem Wiener Philharmonikern zusammen, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem hr-Sinfonieorchester und der K\u00f6niglichen Philharmonie in Stockholm. Er wurde ber\u00fchmt durch seine experimentellen Produktionen auf der Queen Mary II, im New Yorker Central Park oder an Bord einer Boeing, die nach S\u00fcdkorea flog. Spinosi kennt kurzgefasst keine Grenzen. Seine Karriere ist ges\u00e4umt von k\u00fcnstlerischen Freundschaften mit Cecilia Bartoli und Philippe Jaroussky, mit denen er mehrere f\u00fcr sich selbst sprechende Projekte schuf, dazu geh\u00f6rt sicher die Einstudierung von Rossinis <em>Otello<\/em> und  <em>La Cenerentola<\/em> f\u00fcr die Salzburger Festspiele, auch nahm er einige weltweit au\u00dfergew\u00f6hnlich erfolgreiche Alben f\u00fcr die Verlage Decca und EMI-Virgin Classics (er erhielt zum Beispiel die dreifache goldene Schallplatte f\u00fcr das Vivaldi-Album <em>Heroes<\/em> mit Philippe Jaroussky) auf.<br>\n&nbsp;<\/p>\n<h2>Jakub J\u00f3zef Orli\u0144ski<\/h2>\n<p>&nbsp;<br>\n\u201eOrli\u0144ski ist ein wirkliches Countertenor Wunder, einer der besten, die ich je auf der Opernb\u00fchne geh\u00f6rt habe,\u201d schrieb Roger Parker 2019 im renommierten Magazin Opera. Sein k\u00fcnstlerisches Portrait wurde von den Zeitschriften The New Yorker und der polnischen Vogue abgedruckt. Allein auf seinem Facebookprofil hat er f\u00fcnfundf\u00fcnfzigtausend Follower und die Aufrufzahl seiner Aufnahmen bei YouTube hat die Grenze von zehn Millionen schon lange \u00fcberschritten. Mit seinen drei\u00dfig Jahren geh\u00f6rt Jakub J\u00f3zef Orli\u0144ski in der gegenw\u00e4rtigen Welt der klassischen Musik zweifelsohne zu den K\u00fcnstlern mit den gr\u00f6\u00dften Followerzahlen. Orli\u0144skis internationale Karriere begann im Jahr 2017 mit seinem Deb\u00fct beim Festival Aix-en-Provence in Cavalli <em>Erismen\u011b<\/em> (Orimeno). Zu dieser Zeit hatte er bereits den Metropolitan Opera National Council 2016 gewonnen, ebenso den Lyndon Woodside Oratorio-Solo Competition 2016 und den Internationalen Gesangswettbewerb f\u00fcr Alte Musik in Polen. In den n\u00e4chsten drei Jahren folgten Zusammenarbeiten mit den Ensembles Les Arts Florissants (Das Projekt <em>Tell Me the Truth About Love<\/em> unter der Regie von Robert Carsen und eine Auff\u00fchrung von Vivaldis <em>Stabat Mater<\/em>  mit Paul Agnew), The English Concert (H\u00e4ndels <em>Tamerlano<\/em> aufgef\u00fchrt in der Carnegie Hall in New York, der Disney Hall in Los Angeles, dem Barbican Centre in London, dem Th\u00e9\u00e2tre des Champs-\u00c9lys\u00e9es, dem Theater an der Wien und weiteren), Music of the Baroque oder Il Pomo d\u2019oro, mit dem er all seine drei Solo Alben aufnahm <em>Anima sacra<\/em>, <em>Facce d&#8217;amore<\/em> (International Opera Award 2020), und das bisher letzte <em>Anima aeterna<\/em>, welches heuer Ende Oktober herauskommt. Neben den bereits erw\u00e4hnten Orten hat Orli\u0144ski Deb\u00fcts in der Londoner Wigmore Hall, dem Palau de la M\u00fasica Catalana in Barcelona, auf dem Glyndebourne Festival in Gro\u00dfbritannien, bei den H\u00e4ndel-Festspielen in Karlsruhe, dem Verbier Festival in der Schweiz, im Opernhaus Z\u00fcrich oder der Frankfurter Oper hinter sich. Er trat au\u00dferdem im Rahmen des beliebten allj\u00e4hrlichen Pariser Konzerts unterm Eiffelturm auf. Neben dem Gesang widmet er sich aktiv dem Breakdance, er hat sogar einige Preise damit gewonnen (zum Beispiel den vierten Preis beim Red Bull BC One Poland Cypher Competition). Dank seiner Bewegungsbegabung, seinem attraktiven \u00c4u\u00dferen und seinem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Charisma wurde er zum Gesicht diverser Kampagnen, darunter Levi\u2019s, Nike, Turbokolor und Samsung. Mit dem Konzert beim Musikfestival Lednice|Valtice beginnt eine intensive Zusammenarbeit mit dem Ensemble Matheus, die ihren H\u00f6hepunkt im Jahr 2024 bei den Olympischen Sommerspielen in Paris haben soll.<br>\n<br>\nJakub J\u00f3zef Orli\u0144ski studierte an der Universit\u00e4t Fryderyk Chopin in Warschau sowie an der Juilliard School in New York. Er absolvierte au\u00dferdem die renommierte Opernakademie am Teatr Wielki-Opera Narodowa (Gro\u00dfes Theater \u2013 Nationaloper) in Warschau. Von 2015\u20132017 war er Stipendiat der Fulbright Stiftung. Er nimmt exklusiv f\u00fcr das Label Warner Classics\/Erato auf.<br>\n&nbsp;<\/p>\n<h2>Anna Schivazappa<\/h2>\n<p>&nbsp;<br>\nSchivazappa, geboren in Padua, ist eine der f\u00fchrenden Spezialisten f\u00fcr das Spiel historischer Mandolinen, ihr k\u00fcnstlerisches Spektrum reicht jedoch von der Alten Musik bis hin zu zeitgen\u00f6ssischer Musik. Sie hat mit Ensembles wie Il Giardino Armonico, Pygmalion und Atelier Lyrique der Pariser Nationaloper zusammengearbeitet. 2012 gr\u00fcndete sie das Ensemble Pizzicar Galante, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein Repertoire des 18. Jahrhunderts f\u00fcr Mandoline und Basso continuo zu entdecken. Das Ensemble hat zwei international beachtete Alben ver\u00f6ffentlicht: die Urauff\u00fchrungen der Mandolinensonaten von Robert Valentini (nominiert f\u00fcr den International Classical Music Award 2017) und die Mandolinensonaten von Domenico Scarlatti. Die musikwissenschaftliche Forschung spielt im k\u00fcnstlerischen Leben von Anna Schivazappa eine sehr wichtige Rolle. Die Doktorandin an der Sorbonne in Paris arbeitet seit 2017 mit der Franz\u00f6sischen Nationalbibliothek zusammen, von der sie ein Stipendium f\u00fcr ihre Projekte im Bereich der Entdeckung neuen Repertoires f\u00fcr ihr Instrument erhielt. Sie spielt auf einer Mandoline, die 1768 in Neapel in der Werkstatt des italienischen Meisters Antonius Vinaccio hergestellt wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>\u00dcber das Programm<\/h2>\n<p>&nbsp;<br>\n<em>\u201eVivaldis Musik ist brillant, sch\u00f6n in ihrer Einfachheit, obwohl sie viel Leben und Tiefe hat. Der Schl\u00fcssel dazu ist, einen Weg zu finden, mit klarer Leichtigkeit Tiefe zu schaffen, Emotionen so tief wie Liebe auszudr\u00fccken, aber mehr, als w\u00fcrden Sie nur Vorschl\u00e4ge machen. Freundlichkeit, Geheimnis, die Pr\u00e4gung unseres Lebens, die Melodie und der Rhythmus unserer Herzen \u2013 das ist mein Vivaldi-Thema.\u201c<\/em> (Jean-Christophe Spinosi)<br>\n&nbsp;<br>\n1713 f\u00fchrte der damals f\u00fcnfunddrei\u00dfig-j\u00e4hrige Antonio Vivaldi, bekannt als bedeutender Komponist von Sonaten und Konzerten, in Vicenza seine erste Oper <em>Ottone in Villa<\/em> auf. Von diesem Moment an war sein Leben definitiv mit dem Theater verbunden, sowohl als Komponist, wie auch als Impressario. In einem Brief von 1737 bezeichnet er sich sogar als\u201e freiberuflicher Unternehmer\u201c. In Italien hinterlie\u00df er Opernspuren in Rom, Mantua, Pavia, Verona und nat\u00fcrlich in Venedig, wo 1637 das erste \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Theater der Welt er\u00f6ffnet wurde. In einem Brief an seinen G\u00f6nner, den Marquis Bentivoli, schrieb sich Vivaldi 1737 die Autorschaft von vierundneunzig Opern zu. Heute kennen wir etwa f\u00fcnfzig davon. Zu den erfolgreichsten geh\u00f6rt <em>L\u2019Olimpiade RV 725<\/em> von 1734 nach einem Libretto von Pietro Metastasio (1698\u20131782). Die Handlung der Oper mit einer antiken Prophezeiung und zwei Liebespaaren, die auf komplizierte Weise den Weg zueinander suchen, spielt vor dem Hintergrund der Olympischen Spiele und somit ist es nicht uninteressant, dass das Ensemble Matheus und Jakub J\u00f3zef Orli\u0144ski die Auff\u00fchrung der Oper bei den Olympischen Sommerspielen in Paris vorbereiten. Zum Er\u00f6ffnungskonzert des Festivals erklingen die Overt\u00fcre und zwei beeindruckende Arien von Licidas, dem Sohn des K\u00f6nigs von Kreta: Das lyrischere <em>Mentre dormi amor fomenti <\/em>und das dramatische <em>Gemo in punto e fremo<\/em>, das von den Wutausbr\u00fcchen im Herzen erz\u00e4hlt. Auf dem Programm steht auch die sch\u00f6ne Arie <em>Sovente il sole<\/em> aus der Oper <em>Befreite Andromeda RV Anh. 117<\/em>, die in dieser Arie eine Stimme mit dem bet\u00f6renden Klang der von Vivaldi selbst gespielten Soloviolinen vereint, sowie zwei Nummern aus der Oper <em>Il Giustino RV 717<\/em>: <em>Sento in seno ch\u2018in pioggia di lagrime<\/em>, in welcher der S\u00e4nger von einem charmanten Streicherpizzicato begleitet wird, und eine der heute ber\u00fchmtesten Arien der ersten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts <em>Vedr\u00f2 con mio diletto<\/em>. \u201eVivaldi hatte seine Geheimnisse. Wir k\u00f6nnen uns gut vorstellen, wie es gewesen sein muss, von all den M\u00e4dchen aus dem Ospedale della Piet\u00e0 umgeben zu sein, unter denen er meistens komponierte, warum seine Musik so leidenschaftlich und liebevoll ist. Und so sind seine Opern voller Lebenskonflikte.\u201c, sagt Jean-Christophe Spinosi \u00fcber Vivaldis Opernwerk. Ein bemerkenswertes St\u00fcck des Abends ist die <em>Kantate RV 684 \u201eCessate, omai cessate\u201c<\/em>, in f\u00fcnf Teile untergliedert, musikalisch sehr reich, quasi in st\u00e4ndiger Bewegung. Es handelt sich um eine von Vivaldis weltlichen Motetten, deren Charakter aber dem von geistlichen Motetten sehr nahe ist. \u201eDer Grat zwischen dem S\u00e4kularen und dem Spirituellen war f\u00fcr Vivaldi sehr schmal. Seine spirituelle Musik ist nie nur eine Kanzel, es finden sich in ihr stets viel Liebe und Noblesse\u201c, sagt Spinosi. Bl\u00f6cke vokal-instrumentaler Nummern werden durch rein instrumentale Kompositionen sensibel von einander abgeteilt, darunter das beliebte <em>Kammerkonzert D-Dur f\u00fcr Laute RV 93<\/em>, das heute Abend ganz nach historischem Vorbild auf der Mandoline gespielt wird. Vivaldi komponierte es f\u00fcr den tschechischen Adligen Johann Joseph von Wrtby d. \u00c4lteren (1669\u20131734), obwohl die Erkenntnisse der letzten Jahre eher zu der Annahme f\u00fchren, dass die Konzerte seinem Neffen Johann Joseph von Wrtby d. J\u00fcngeren (1713\u20131782) gewidmet waren, einem sehr talentierten Lautenisten. \u201eDas Programm ist eine Art gro\u00dfe Tafel, gedeckt mit kleinen Operninseln, weltlichen Motetten und Konzerten f\u00fcr ein oder mehrere Instrumente, ein Kaleidoskop von Vivaldis Werk, mit all dem Gl\u00fcck, das sich in Vivaldi \u00fcberschlug, und mit all seinen Mysterien\u201c, schlie\u00dft Jean-Christophe Spinosi.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"container\">\n<div class=\"row show-grid\">\n<div class=\"col-sm-6 col-md-4-5 col-lg-1-5\"><span class>\n<h4>Hauptpartner<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alcaplast.cz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 80%\" src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/orez_alcaplast.png\" alt><\/noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 80%\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" alt data-src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/orez_alcaplast.png\" class=\" lazyload\"><\/a><\/p><\/span>\n        <\/div>\n<div class=\"col-sm-6 col-md-3-5 col-lg-1-5\"><span class>\n<h4>Hauptpartner<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kr-jihomoravsky.cz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 80%\" src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/orez_jihomoravsky-kraj.jpg\" alt><\/noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 80%\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" alt data-src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/orez_jihomoravsky-kraj.jpg\" class=\" lazyload\"><\/a><\/p><\/span>\n        <\/div>\n<div class=\"col-sm-6 col-md-2-5 col-lg-1-5\"><span class>\n<h4>Partner<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.valtice.eu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 20%\" src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/valtice_logo-text.jpg\" alt><\/noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 20%\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" alt data-src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/valtice_logo-text.jpg\" class=\" lazyload\"><\/a><\/p><\/span>\n        <\/div>\n<div class=\"col-sm-6 col-md-5-5 col-lg-1-5\"><span class>\n<h4>In Zusammenarbeit mit<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zamek-valtice.cz\/cs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 45%\" src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/orez_zamek-valtice.jpg\" alt><\/noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 45%\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" alt data-src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/orez_zamek-valtice.jpg\" class=\" lazyload\"><\/a>&emsp;&emsp;<a href=\"https:\/\/www.ifp.cz\/cz\/#\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 30%\" src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Logo-IFP-CMYK-block.png\" width: alt><\/noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 30%\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" width: alt data-src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Logo-IFP-CMYK-block.png\" class=\" lazyload\"><\/a><\/p><\/span>\n        <\/div>\n<div class=\"col-sm-6 col-md-4-5 col-lg-1-5\"><span class>\n<h4>Winzer des Konzertes<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.vinarskecentrum.cz\/salon-vin\/salon-vin-ceske-republiky\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 25%\" src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/orez_salon-vin.png\" alt><\/noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 25%\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" alt data-src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/orez_salon-vin.png\" class=\" lazyload\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vinarstviobelisk.cz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 60%\" src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Obelisk-23.50.34.png\" width: alt><\/noscript><img decoding=\"async\" style=\"width: 60%\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" width: alt data-src=\"https:\/\/www.lvhf.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Obelisk-23.50.34.png\" class=\" lazyload\"><\/a><\/p><\/span>\n        <\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Texte zu den vokal-instrumentalen Kompositionen zum Herunterladen (in English) &nbsp; Interview mit Jakub J\u00f3zef Orli\u0144ski &nbsp; Konzertprogramm &nbsp; Antonio Vivaldi (1678\u20131741) L\u2018Olimpiade RV 725, Vorspiel zur Oper I. 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