4x3 LVHF Collegium Marianum c Petra Hajska

Patricia Janečková & Collegium Marianum

Antonio Vivaldi und seine Zeitgenossen in neuzeitlichen Wiederaufführungen

10. 10. / So / 17.00

Wer Collegium Marianum (Tschechische Republik)
Jana Semerádová, Traversflöte & künstlerische Leitung
Solo Patricia Janečková, Sopran
Wo Kirche Maria Heimsuchung, Břeclav – Poštorná (Unterthemenau)
Programm

Antonio Vivaldi (1678–1741) In furore iustissmae irae RV 626 · Sonata a quattro C-Dur RV 801/RV Anh. 66 · Arie „Eja voce sonora laeti cantate“ RV Anh 59.29 (neuzeitliche Welturaufführung) · Konzert für Flöte d-Moll RV 431a „Il Gran Mogol“ · Salve Regina F-Dur RV 617 Antonio Caldara (1670–1736) Arie „Quell’usignuolo tempra il suo duolo“ aus dem Oratorium Santa Ferma František Jiránek (1698–1778) Konzert C-Dur für Oboe, Streicher und Basso continuo, bearbeitet für Traversflöte (neuzeitliche Welturaufführung)

Das Konzert findet unter der Schirmherrschaft der Honorarkonsulin der Tschechischen Republik in Atlanta (USA), Monika Vintrlíková, statt.

Hauptkonzertpartner


 
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EUR 39/25/19

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breclav postorna

Am sechsten Abend steigert sich unsere Vivaldi Werkschau mit gleich zwei neuzeitlichen Welt-Erstaufführungen. Unter dem majestätischen Oktogon der Kirche Maria Heimsuchung in Břeclav-Poštorná (Unterthemenau- Poštorná) erklingt ein Programm, das Antonio Vivaldi in Konkurrenz zu seinen italienischen Zeitgenossen und seinem Schüler František Jiránek stellt, dessen Konzert in C-Dur für Oboe, Streicher und Basso continuo, bearbeitet für Traversflöte, an diesem Abend eine weltweite neuzeitliche Wiederaufführung sein wird. Ein weiterer Höhepunkt des Programms wird die Uraufführung der Arie Eja voce sonora laeti cantate RV Anh 59.29, die im Jahr 2020 vom Dramaturgen des LVHF 2021, dem spanischen Geiger und Musikwissenschaftler Eduardo García Salas, in einem der tschechischen Musikarchive entdeckt wurde. Den Solo-Gesangspart übernimmt die den Festivalbesuchern bereits gut bekannte Sopranistin Patricia Janečková und durch den gesamten Abend führt das tschechische Barockensemble Collegium Marianum mit seiner künstlerischen Leiterin Jana Semerádová, die außerdem ihre international geschätzten Traversflöten-Künste präsentieren wird.

 

 



Patricia
Janečková

Mit Orchester trat sie zum ersten Mal auf als sie zehn Jahre alt war und auf der Theaterbühne debütierte sie solistisch mit dreizehn im Jahr 2011 in der Rolle der Annie in Brittens Der kleine Schornsteinfeger. In die Schublade des „Wunderkinds“ und ins öffentliche Bewusstsein geriet die in Deutschland geborene und in Ostrava lebende Sängerin, nachdem sie 2010 zur Gewinnerin des tschechoslowakischen Fernsehwettbewerbs Talentmania wurde. Viele erinnern sich außerdem noch immer an ihre Darbietung der zentralen Melodie aus dem Film Spiel mir das Lied vom Tod von Ennio Morricone. Seitdem wächst sie unter den pädagogischen Händen Eva Dřízgová-Jirušovás zu einer Sängerin heran, die bereits Konzerte in Österreich, Deutschland, Portugal, Frankreich und auf einer Reihe internationaler Musikfestivals in der Tschechischen Republik, sowie gemeinsame Projekte mit Größen wie Adam Plachetka oder Petr Vorský hinter sich hat. m Jahr 2015 debütierte sie in Mozart-Rollen im Staatstheater Košice und im Slowakischen Nationaltheater in Bratislava. Sie arbeitet mit der Janáček Philharmonie Ostrava, dem Symphonieorchester der Hauptstadt Prag FOK und der Camerata Janáček zusammen, eine langjährige künstlerische Pilgerreise verbindet sie außerdem mit dem Mährisch-Schlesischen Nationaltheater in Ostrava. Mit dem Ensemble Collegium Marianum traf sie professionell zum ersten mal im Jahr 2017 zusammen, als sie sich in Händels Oper Acis et Galatea präsentierte. Davon, dass die Interpretation Alter Musik wirklich zu ihrer Stimme passt, zeugt auch ihr Gewinn des Concorso Internazionale Musica Sacra in Rom im Jahr 2016, der ihr unter anderem die Teilnahme an Meisterkursen beim Solisten des Mailänder Teatro alla Scala, Renato Bruson, ermöglichte. Aktuell studiert sie Gesang an der Universität Ostrava in der Klasse von Eva Dřízgová-Jirušová. Beim Musikfestival Lednice|Valtice präsentiert sie sich zum dritten Mal. Das Festival vertraute ihrem klaren Sopran diesmal unter anderem die neuzeitliche Premiere von Vivaldis Arie Eja voce sonora laeti cantate an.
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Jana
Semerádová

Das künstlerische Leben Jana Semerádovás ist vor allem mit dem Ensemble Collegium Marianum verbunden, hinter dessen ungewöhnlichen Dramaturgien ihre Forschungsaktivitäten im Bereich der barocken Geste, Deklamation und des historischen Tanzes stehen. Regelmäßig arbeitet sie auch mit anderen europäischen Spitzenensembles im Bereich der Alten Musik zusammen, wie beispielsweise der Akademie für Alte Musik Berlin, Il Giardino Armonico oder Il suonar parlante. Sie ist außerdem eine gefragte Kammermusikpartnerin, wirkte in Projekten mit Magdalena Kožená, Sergio Azzolini, Alfredo Bernardini und vielen anderen Größen im Bereich der sogenannten „early music“ mit. Sie studierte Flöte am Prager Konservatorium und Theorie und Aufführungspraxis Alter Musik an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag. Ihre Ausbildung vertiefte sie noch am Königlichen Konservatorium in Den Haag und im Fach Flöte erhielt sie eine Dozentur an der Musikfakultät der Akademie der musischen Künste in Prag. Gleichzeitig finden wir Solo-Aufnahmen von ihr beim Label Supraphon. Sie ist Dramaturgin des Konzertzyklus Baroque Soirées und des Internationalen Sommerfestivals Alter Musik, aktuell ist sie außerdem Mitglied des künstlerischen Beirats des Musikfestivals Prager Frühling.
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Collegium Marianum

Das Ensemble Collegium Marianum mit seiner künstlerischen Leiterin Jana Semerádová gehört bei uns zu den Vorreitern der historisch informierten Aufführung alter Musik und zu den bedeutenden Propagatoren der tschechischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, 2010 erhielt es dafür den Preis der tschechischen Abteilung des internationalen Musikrats der UNESCO. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich nicht nur auf konzertante, sondern auch auf szenische Werke. Dank dessen sind sie es, die hinter vielen tollen Projekten in Zusammenarbeit mit europäischen Spitzensolisten, Regisseuren, Dirigenten und Choreographen (Andrew Parrott, Simona Houda-Šaturová, Peter Kooij und weitere) stehen. Ein Paradebeispiel für die Originalität des Ensembles ist seine Zusammenarbeit mit dem Schauspielensemble Buchty a loutky, mit dem sie die Puppenoper Calisto und eine zauberhafte Inszenierung von Händels Pastoral-Oper Acis et Galatea umsetzten. Das Collegium Marianum tritt regelmäßig auf renommierten europäischen Festivals auf: Oude Muziek in Utrecht, Tage Alter Musik in Regensburg, Bachfest in Leipzig, Festival de Sablé in Frankreich, Prager Frühling und weitere. Seit 2008 arbeiten sie mit dem Verlag Supraphon zusammen, wo sie im Rahmen der Edition Hudba Prahy 18. století (Prager Musik des 18. Jahrhunderts) insgesamt acht CDs mit Musik von František Jiránek, Jan Dismas Zelenka, Josef Antonín Sehling und weiteren tschechischen Autoren einspielten.
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Solo Jakub Józef Orliński, Countertenor
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Laurence Paugam, Barockvioline
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Eduardo García Salas (ES), Regieassistent & Musikdramaturgie
Kateřina Ďuricová, Lichtdesign
Christopher Vinz (GB), Kostüme
Wo Schlosstheater Valtice (Feldsberg)
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