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Inspirationsquellen | JKO & Ensemble FLAIR

4. Festivalkonzert

10. 10. / Sa / 19:00

WerJanáček Kammerorchester
& Ensemble FLAIR
SoloVáclav Hudeček (Violine)
Klára Blažková (Gesang)
Jan Rokyta (Zimbal)
WoSchloss Mikulov (Nikolsburg)
Programm

Jan Rokyta Um die Burgstätte · Hey, Liebe, Liebe · Welsche Sonette für Stimme und Kammerorchester (Erstaufführung) · Leó Weiner Divertimento Nr. 1 Op. 20 · Pablo de Sarasate Zigeunerweisen Op. 20 · Leoš Janáček Den verwachsenen Fußweg entlang, 1. Teil (Auswahl) · Béla Bartók Rumänische Volkstänze · Maurice Ravel La Tzigane

EUR 30/20/16

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Zum Programm: Das Konzert bietet eine vollkommene Verknüpfung von klassischer Musik und Volksmusik der Region Mähren, Ungarns, Spaniens und Frankreichs, als Bonus wird eine Uraufführung erklingen. Solist des Abends ist der legendäre tschechische Geiger Václav Hudeček. Die repräsentativen Räume von Schloss Mikulov werden außerdem von der berzaubernden Stimme Klára Blažkovás, dem einzigartigen Janáček Kammerorchester und dem Ensemble FLAIR, Preisträger des Wettbewerbs für Rundfunkmitschnitte „Grand Prix Svetozára Stračinu 2015“ und seinem Leiter, dem weltbekannten Zimbalspieler und bedeutenden tschechischen Folkloremusiker Jan Rokyta, zum Klingen gebracht.

„Die mährische Walachei verfügt über einen wunderbaren Wortschatz und selten archaische Melodien. Gerade auf den volkstümlichen Texten und Versen des Dichters Josef Kalus habe ich meine Walachischen Sonette aufgebaut, vier Miniaturen über Liebestexte für eine Frauenstimme und Streichorchester. In ihnen wird nicht nur das Liebesglück besungen – die Liebe ist nicht allein Glückseligkeit sondern kann auch Enttäuschungen mit sich bringen – sondern auch die Liebe zum Heimatland.“ (Jan Rokyta)

 

Das Lied Ej lásko, lásko des Ensemble FLAIR erhielt im Jahr 2015 den Hauptpreis des Wettbewerbs für Rundfunkmitschnitte „Grand Prix Svetozára Stračinu“.

 

Václav Hudeček (Violine)
Václav Hudeček ist ein tschechischer Violinvirtuose, einer der großen Künstler der tschechischen klassischen Musikszene. Am 12. November 1967 gab er als Fünfzehnjähriger in London ein Konzert mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Einen Tag später hörte ihn der legendäre David Oistrach, sagte ihm eine große Zukunft voraus und bat ihm seine pädagogische Unterstützung an. Von 1970 bis zu Oistrachs Tod 1974 war Hudeček Schüler des großen Meisters. Gleichzeitig absolvierte er das Studium an der Prager Akademie der musischen Künste in der Klasse von Professor Václav Snítil.

Seit seinem Londoner Debüt trat er auf den bekanntesten Bühnen weltweit (Carnegie Hall, Royal Festival Hall, Suntory Hall, Osaka Festival Hall, Sydney Opera) mit den namhaftesten Orchestern (Berliner Philharmoniker, Cleveland Symphony Orchestra, NHK Philharmonic Orchestra, Gewandhaus Orchester Leipzig, Moskauer Staatsphilharmonie und andere) sowie auf internationalen Festivals (Osaka, Salzburg, Istanbul, Perth, Helsinki) auf. Nach wie vor beruft er sich auf das Vermächtnis David Oistrachs und anderer Größen der russischen Violinschule. Und er arbeitet auch heute gezielt mit Institutionen zusammen, die in der Tradition Oistrachs, Kogans und Sitkovetskys stehen.

Hudečeks Aufnahmen sind unter anderem bei den Verlagen Supraphon, Panton, Japan Victor Company und Ex Libris erschienen. Seine Einspielung von Vivaldis Vier Jahreszeiten ist die erfolgreichste Aufnahme, die seit November 1989 in der Tschechischen Republik veröffentlicht wurde. Václav Hudeček widmet sich nicht nur Kompositionen alter Meister, er erweitert das Spektrum seines Repertoires auch um Werke des 20. Jahrhunderts (Janáček, Prokofjev) und Kompositionen zeitgenössischer Autoren (Kymlička, Fišer, Mácha).

Systematisch unterstützt er die kommende Interpretengeneration, sowohl durch alljährliche Sommerkurse in Luhačovice, als auch durch die Vorstellung der besten Teilnehmer als Gäste in seinen Konzerten zum Beispiel im Rahmen seiner traditionellen Weihnachtstourné und auf den Musikfesttagen, welche er in Prag, in Luhačovice, Zlín, Moravské Budějovice und anderen Städten veranstaltet.

 

Janáček Kammerorchester
Das Janáček Kammerorchester gründete sich im Jahre 1964 aus den besten Musikern der Janáček Philharmonie Ostrava. Schon bald wurde für die künstlerische Leitung des Ensembles Zdeněk Dejmek gewonnen, der das Orchester mit seiner mitreißenden Musikalität, seinem Stilgefühl und systematischer Arbeit auf ein hervorragendes Niveau brachte und mit ihm ein interpretatorisches Profil aufbaute. Das Repertoire des Orchesters umfasst Kompositionen von Barock bis Moderne, welche für ein kleineres Streichorchester besetzt sind, inzwischen wird die Aufstellung des Orchesters aber auch projektweise um andere Instrumente erweitert. Dank seiner hervorragenden Interpretationen konnte das Ensemble wiederholt auf tschechischen, aber auch internationalen Festivals (z.B. Prager Frühling, Janáčkův máj, Musica Sacra in Nitra, Festivals in Polen und den Niederlanden, sowie Konzertreisen durch  Spanien und Italien) auftreten. 2011 brachte das JKO eine CD mit Kompositionen von L. Janáček, P. Haas und  B. Martinů beim britischen Label Chandos Records heraus: Czech music for Strings.

Jakub Černohorský (Künstlerische Leitung)
Der Geiger Jakub Černohorský absolvierte das Janáček Konservatorium Ostrava in der Klasse von Vítězslav Kuzník und studierte anschließend bei Prof. Petr Messiereur an der Akademie der musischen Künste Prag. Er nahm erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben teil und trat als Solist unter anderem mit der Janáček Philharmonie Ostrava, der Philharmonie Hradec Králové und dem St. Gellert Festival Orchestra Szeged auf. Er arbeitet mit dem Tschechischen Rundfunk zusammen, ist Mitglied der Ostravská Banda und in den Jahren 2000-2008 war er am Janáček Konservatorium Ostrava als Pädagoge tätig. Im Sommer 2005 nahm er am Kammermusikfestival des Cleveland Philharmonic Orchestra (Kent Blossom Festival, USA) teil und im Jahr 2008 wurde er Konzertmeister der Janáček Philharmonie Ostrava.

Das Ensemble FLAIR
Klára Blažková (Gesang) · Petr Vala (Violine) · Jiří Pivovarčík (Klarinette) · Jiří Pospěch (Viola) · Lukáš Švajda (Kontrabass) · Jan Rokyta (Zimbal, künstlerische Leitung)
Das Ensemble FLAIR entstand im Jahr 2014 und geht in seiner instrumentalen Besetzung mit Solosängerin aus der mährischen Folkloretradition hervor. Hier wurden alle Mitglieder des Ensembles geboren, hier leben sie und hier erfüllen sie die Welt mit Musik und Gesang. Das musikalische Antlitz des Ensemble FLAIR ist eine Symbiose aus folkloristischer und ernster Musik. Die Dramaturgie der Gruppe setzt sich aus Werken neofolkloristischer Klassiker (wie z.B. Leoš Janáček oder Béla Bartók), Poesie von Petr Bezruč, Josef Kainar oder Josef Kalus, aber auch dem Vermächtnis karpatischer Fiedler, Roma aus der Gegend um Bukarest und nicht zuletzt einer Reihe poetischer und musikalischer Kreationen Klára Blažkovás und des künstlerischen Leiters Jan Rokyta. In der relativ kurzen Zeit ihrer Existenz spielte die Gruppe Aufnahmen für den Tschechischen Rundfunk, den Slowakischen Rundfunk, das Tschechische Fernsehen und Televize NOE ein, sie traten auf dem Internationalen Folklorefestival in Strážnice auf (2015 und 2018) und sind Residenzklangkörper der Rundfunkaufnahme „Grand Prix Svetozára Stračinu“ 2015 (für ihre Einspielung von „Ej lásko, lásko“ erhielten sie den Hauptpreis). Bis dato war Ensemble FLAIR an der Entstehung von fünf CDs beteiligt und für dieses Jahr bereiten sie die Herausgabe eines weiteren Albums vor. Im Rahmen verschiedenartiger Projekte arbeitet Ensemble FLAIR mit der Opernsängerin Martina Jankova, dem Konzertpianisten Ivo Kahánek und den bekannten tschechischen Schauspielern Alfred Strejček und Tomáš Jirman zusammen.

 

Jan Rokyta (Künstlerische Leitung)
Jan Rokyta studierte das Zimbalspiel am Konservatorium Bratislava und Flöte am Konservatorium Amsterdam. Er spielte bereits als kleiner Junge in Folklore-Ensembles, später arbeitete er mit dem Brünner Rundfunkorchester der Volksintrumente und auch während seines Aufenthalts in den Niederlanden beschäftigte er sich mit der Folklore. Im Bereich der ernsten Musik trat Jan Rokyta mit dem Sinfonieorchester des Bratislaver Rundfunks auf, sowie mit niederländischen, deutschen und österreichischen Orchestern und wird für Zimbalmusik-Uraufführungen auch ausländischer Komponisten angefragt. Als bedeutender tschechischer Volksmusiker ist er auch Popularisator, es gibt zahlreiche Radiosendungen mit ihm im Tschechischen Rundfunk und er veranstaltet das Internationale Musikfestival Musica Pura, welches sich ebenfalls der Volksmusik widmet. Gemeinsam mit seiner Frau Liselotte spielt Jan Rokyta in der eher ungewöhnlichen Duobesetzung Zimbal und Panflöte und ist künstlerischer Leiter von Ensemble FLAIR. Gleichzeitig komponiert er und arrangiert Stücke für tschechische wie ausländische Ensembles.

 

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Vaclav Hudecek, Ensemble FLAIR & JKO | LVHF2020© archiv LVHF | Ivan Korč

 

 

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