KIRCHE MARIÄ HIMMELFAHRT IN VALTICE (FELDSBERG)

kostel na nebevzeti PM Valtice

Die Kirche Mariä Himmelfahrt prägt den südöstlichen Teil des Feldsberger Platzes (valtické náměstí). Sie wurde von 1631 bis 1671 unter Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein nach dem Entwurf des italienischen Architekten Giovanni Giacomo Tencalla errichtet. Im Jahr 1638 stürzte während der Bauarbeiten das Gewölbe ein. Die Verantwortung für die Arbeiten übernahm daraufhin der Baumeister Andreas Erna aus Brünn. Das Projekt wurde aus verschiedenen Gründen immer wieder für mehrere Jahre unterbrochen, und zwar vor allem wegen dem Einfall der Schweden und später wegen der Ankunft türkischer Soldaten in Südmähren.

Die Kirche ist fast 50 Meter lang und 34 Meter hoch. Sie hat einen rechteckigen, einschiffigen Grundriss mit einem rechtwinklig angeschlossenen Chorraum. Über das Schiff wölben sich zwei Bögen eines Tonnengewölbes. Die Ecktürme hatten ursprünglich ein Zeltdach, bei einem Umbau im Jahr 1908 erhielten sie ihr heutiges Aussehen. Im Jahr 1992 wurden zwei neue Glocken im Turm installiert. Die Originalglocke der Kirche Mariä Himmelfahrt können Sie im Flur von Schloss Feldsberg besichtigen.

Die Wände der Kirche schmücken prächtiger Stuck und Statuen von Bernard Bianchi sowie Giovanni Tencalla. In den Nischen über dem Hauptaltar stehen Statuen der vier Evangelisten, seitlich des Hauptaltars befinden sich Statuen von Kaiser Heinrich dem Heiligen und Papst Silvester II., oben sind Aaron und Moses zu sehen. Die Altarszene ist eine Kopie von Rubens’ Gemälde „Die Himmelfahrt Mariä“, die Giovanni Fanti gefertigt hat. Über dem Altar hängt das Bild „Heilige Dreifaltigkeit“ von Rubens.