SCHLOSSTHEATER VALTICE (FELDSBERG)

Das Schlosstheater in Valtice gehört zu einer Anlage, deren komplizierte Entwicklung seit dem 14. Jahrhundert in den Händen der Liechtensteiner lag. Ende des 16. Jahrhunderts wurde Schloss Valtice (Feldsberg) zu ihrer Hauptresidenz. Das heutige Aussehen des Areals bestimmte vor allem die Bautätigkeit im 17. und 18. Jahrhundert; erst in jüngster Zeit widmet man Aufmerksamkeit auch kleineren späteren Eingriffen, die sich in beachtlicher Weise in das überwiegend barocke Ganze einfügten.

Das Theater entstand im Jahr 1790 als letzter größerer Bau auf dem Gelände wahrscheinlich an der Stelle einer älteren Konstruktion, über deren Form und Gebrauch es bisher keine belegten Informationen gibt. Eine ständige Theaterbühne lies der regierende Fürst Alois I. von Liechtenstein errichten. Für den Bau war der fürstliche Architekt Karel Jan Rudzinsky verantwortlich. Gebaut wurde in großer Eile von Mitte Mai bis September 1790. Das gesamte Projekt, einschließlich Dekoration und weiterer Ausstattung (ohne Kostüme) kostete 18.000 Goldtaler.

Grund für die Eile war zweifellos der für November angekündigte Besuch des Kaisers Loepold II. samt Ehefrau und Gefolge (darunter Erzherzog Ferdinand von Österreich-Toskana). Für die feierliche Eröffnung des Schlosstheaters wurde sogar das Singspiel „Prometheus“ geschrieben, das bereits am 19. September uraufgeführt wurde. Während der Feierlichkeiten, die am 20. November begannen und mehrere Tage dauerten, gab es jeden Tag Vorstellungen.

Von 2. bis 6. September 1876 empfing Fürst Johann II. von Liechtenstein in Valtice zum zweiten Mal kaiserlichen Besuch – Franz Josef I. und Kronprinz Rudolf. Das Schlosstheater wurde dabei zum Zentrum des kulturellen Geschehens in der Stadt.

Bei der Übertragung des Eigentums in staatliche Verwaltung wurde eine vollständige Renovierung des ursprünglichen Schlosstheaters in Erwägung gezogen, die schließlich im Jahr 2015 im Rahmen des Projekts „Nationales Theater- und Tanzzentrum“ beendet wurde. Heute ist das Gebäude der breiten Öffentlichkeit zugänglich, es gibt Führungen und außerdem erfüllt es weiterhin seine ursprüngliche Funktion als Theaterbühne.

12. 10. / Fr / 19:00
7. FESTIVALKONZERT | ZU EHREN JOHANN MATTHIAS SPERGERS

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